Inklusion

 


Konzeption Kindergarten St. Georg und Wendelin – Inklusion

 

Inklusion bedeutet für unsere Einrichtung, dass kein Kind ausgeschlossen wird. Dabei zielt Inklusion nicht nur auf die Gleichbehandlung von Kindern mit erhöhten Förderbedarf ab. Vielmehr werden alle Kinder, unabhängig von Behinderung, Herkunft, Geschlecht oder sexuelle Ausrichtung gleichbehandelt. Wir leben die Vielfalt in unserer Einrichtung. Jedes Kind soll ganzheitlich an dem Kindergartenalltag teilnehmen können.  Dabei haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass die Kinder nicht an ein bestehendes System anpasst werden, sondern dass sich der Kindergarten-Alltag an die individuellen Bedürfnisse orientiert. Dies soll gezielt durch individuelle Förderungen sowie inklusive Unterstützungsmöglichkeiten garantiert werden.

 

Dabei umfasst Inklusion nicht nur eine angepasste Förderung und Unterstützung bei dem Kind. Es gehört auch die gemeinschaftliche Arbeit innerhalb des Kindergartenteams,  Elternarbeit sowie eine klare Haltung zur Inklusion dazu.

 

Einzelintegration

 

In unserer Einrichtung besteht die Möglichkeit auf einen sogenannten Einzelintegrationsplatz. Somit können Kinder aufgenommen werden, die einen erhöhten Förderbedarf aufweisen. Dadurch können wir diesen Kindern auch einen Platz in einer Gruppe mit einer reduzierten Anzahl an Kindern anzubieten. Dies ermöglicht uns zum einen eine zielgerichtete Einzelförderung des Kindes Zum anderen kann so dem einzelnen Kind eine angenehmere Atmosphäre angeboten werden, da eine volle Regelgruppe zu Überforderung eines Kindes mit erhöhtem Förderbedarf führen kann.

 

Dabei wird das Kind mit einem erhöhten Förderbedarf nicht an den Gruppenalltag angepasst. Vielmehr wird daran gearbeitet, dass die Umgebung für das Kind angepasst wird, um somit bereits im Kindergarten eine Chancengleichheit herzustellen. Dies wird unter anderem durch eine weitere Teilzeit-Kraft gefördert, sowie die Einbindung der Bedarfe und Bedürfnisse des Kindes an die aktuellen Themen in der Gruppe.

 

Weitere, externe Förderungen können wenn nötig, ebenfalls in unserer Einrichtung durchgeführt werden. Hierbei wird das Kind nicht aus seiner Umgebung herausgenommen und kann ohne lange Unterbrechungen am Gruppengeschehen teilnehmen.

 

Individualkraft

 

In manchen Fällen benötigt es weitere Unterstützung für ein Kind, die über die alltäglichen Möglichkeiten der Einrichtung hinausgehen, um Inklusion zu ermöglichen. Hierbei gehen wir sehr gerne mit den Eltern den Weg, um dem einzelnen Kind eine Individualkraft zu beantragen sowie zu organisieren, um das Kind bestmöglich im Kita Alltag begleiten zu können.

 

Elternarbeit

 

Wir sehen Elternarbeit als ein wichtiger Punkt, um Inklusion zu ermöglichen. Dabei stehen wir im engen Austausch mit den Eltern, um das Kind gemeinsam auf einen bestmöglichen Weg zu begleiten. Neben unserem Ansatz zur Inklusion unterstützen wir die Eltern bei der Zusammenarbeit mit der Frühförderung. Hierbei stehen wir bereit, um Verknüpfungen zwischen Eltern und Angebote der Frühförderung zu erstellen.

Falls es für die Eltern nicht möglich ist, eine der Hilfen aufzusuchen, finden wir Möglichkeiten, dass eine Förderung auch in unserer Einrichtung stattfinden kann. Dies ist uns vor allem dann ein Anliegen, wenn das Kind bei der Teilnahme am Kindergartenalltag eingeschränkt wird.

 

Personal

Unsere Fachkräfte, Hilfskräfte sowie alle weiteren Beschäftigten in der Einrichtung arbeiten in einem respektvollen Umgang mit allen Kindern. Dabei soll auch garantiert werden, dass alle Kinder gleichberechtigt behandelt werden. Gewährleistet wird dies durch einen regelmäßigen Austausch, der sowohl in den einzelnen Gruppen als auch auf Ebene des gesamten Teams stattfindet.

Zudem ist es jederzeit möglich als Personal externe Hilfen heranzuziehen, mit denen gemeinsam, auch anonym unter der Berücksichtigung des Datenschutzes des Kindes, an Lösungen gearbeitet werden kann. Ebenso können vom Personal, falls dies gewünscht oder als notwendig anzusehen ist, Fort- und Weiterbildungen absolviert werden.

Zuletzt ist der enge Austausch mit dem Fachdienst anzuführen. Dieser wird in regelmäßigen Abständen zu einem gemeinsamen Austausch herangezogen, um die aktuelle Lage zu betrachten, aber auch um mögliche, individuelle Zielsetzungen zu erarbeiten. Ebenso kann der Fachdienst eine unterstützende Hilfeleistung anzubieten, wie Inklusion in der Einrichtung ausgebaut werden kann.

 

Grenzen der Inklusion

Mit großer Bereitschaft, sind wir offen für alle Kinder und deren Bedürfnisse. Hierbei versuchen wir auch immer wieder neue Wege zu gehen, um kein Kind auszuschließen. Allerdings sind wir durch bauliche Merkmale, die nicht durch uns beeinflusst werden können, dahingehend einschränkend, dass Kinder mit einer starken körperlichen Einschränkung leider nicht aufgenommen werden können. Dies ist der fehlenden Barrierefreiheit geschuldet. Aber wir sind stets bemüht, gemeinsam mit den Eltern einen passenden Platz für das Kind zu finden.